Bava Kamma 177

Kapitel 177

א והרי היא תחתיו ומשמשתו ונמצאו זוממין אין אומרים ישלמו כל כתובתה אלא טובת הנאת כתובתה איזהו טובת הנאת כתובתה אומדין כמה אדם רוצה ליתן בכתובה של זו שאם נתארמלה או נתגרשה ואם מתה יירשנה בעלה
1 während sie sich noch bei ihm befindet und ihn bedient, und werden sie als Falschzeugen überführt, so sage man nicht, sie haben ihr die ganze Morgengabe zu bezahlen, sondern nur den dafür zu erhaltenden Dank. – Wieviel beträgt dies? – Man schätze, wieviel jemand geben würde für [das Guthaben ihrer] Morgengabe, [die er nur dann erhalten soll,] wenn sie verwitwet oder geschieden wird, während, wenn sie stirbt, ihr Ehemann sie beerbt. Wieso beerbt sie nun ihr Ehemann,
ב ואי סלקא דעתך ליתא לתקנת אושא אמאי יירשנה בעלה תזבין כתובתה לגמרי
2 wenn man sagen wollte, die Bestimmung von Uša habe keine Gültigkeit, sie kann ja ihre Morgengabe vollständig verkaufen!?
ג אמר אביי אם אמרו בנכסי מלוג יאמרו בנכסי צאן ברזל
3 Abajje entgegnete: Wenn sie dies hinsichtlich der Nießbrauchgüter bestimmt haben, sollte dies auch von den Gütern des eisernen Bestandes gelten!?
ד אמר אביי טובת הנאה הואיל ואתא לידן נימא בה מילתא טובת הנאה לאשה הויא דאי ס"ד לבעל הויא לימרו לה עדים מאי אפסדינך אי הות מזבנת לה לטובת הנאה בעל הוה שקיל מינך אמר רב שלמן משום דאיכא רווח ביתא
4 Abajje sagte: Da wir vom Werte des Dankes sprechen, so wollen wir darüber auch etwas sagen: Der dafür zu erhaltende Dank gehört der Frau, denn wenn man sagen wollte, er gehöre dem Ehemanne, so sollten doch die Zeugen zu ihr sagen: wir würden dir ja keinen Schaden zugefügt haben, denn wenn du den Dank verkaufen wolltest, würde es ja dein Ehemann erhalten haben. R. Šalman erwiderte: Wegen des Haushaltgewinnes.
ה אמר רבא הלכתא טובת הנאה לאשה ואין הבעל אוכל פירות מאי טעמא פירא תקינו ליה רבנן פירא דפירא לא תקינו ליה רבנן
5 Raba sagte: Die Halakha ist: der dafür zu erhaltende Dank gehört der Frau und der Ehemann erhält den Nießbrauch nicht. – Weshalb? – Die Rabbanan haben ihm die Früchte zuerkannt, nicht aber die Früchte der Früchte.
ו כי אתא רב פפא ורב הונא בריה דרב יהושע מבי רב אמרי תנינא לתקנת אושא העבד והאשה פגיעתן רעה החובל בהן חייב והם שחבלו באחרים פטורין ואי ס"ד ליתא לתקנת אושא תזבין נכסי מלוג ותתן ליה
6 Als R. Papa und R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, aus dem Lehrhause kamen, sagten sie: Die Bestimmung von Uša wird auch in einer Mišna gelehrt: Der Zusammenstoß mit einem Sklaven und einer [verheirateten] Frau ist schlimm: wenn jemand sie verletzt, so ist er schuldig, wenn sie aber jemand verletzen, so sind sie frei. Wenn man nun sagen wollte, die Bestimmung von Uša habe keine Gültigkeit, so soll sie doch ihre Nießbrauchgüter verkaufen und bezahlen. –
ז ולטעמיך נהי נמי דאיתיה לתקנת אושא ולא מצי מזבנה לגמרי תזבין לנכסי מלוג בטובת הנאה ותתן ליה אלא דלית לה ה"נ דלית לה
7 Auch wenn die Bestimmung von Uša Gültigkeit hat und sie sie nicht vollständig verkaufen kann, ist ja nach deiner Auffassung einzuwenden: sie kann sie ja um einen Dank verkaufen und bezahlen!? Du mußt also erklären: wenn sie keine hat, ebenso erkläre auch ich: wenn sie keine hat. –
ח ותזבין כתובתה בטובת הנאה ותתן ליה הא מני רבי מאיר היא דאמר אסור לו לאדם שישהא את אשתו אפילו שעה אחת בלא כתובה
8 Soll sie doch ihre Morgengabe um einen Dank verkaufen und bezahlen!? – Hier ist die Ansicht R. Meírs vertreten, welcher sagt, man dürfe seine Frau auch nicht eine Stunde ohne Morgengabe halten. –
ט וטעמא מאי כדי שלא תהא קלה בעיניו להוציאה הכא לא מגרש לה דאי מגרש לה אתו הנך דזבני גבו לה לכתובתה מיניה
9 Dies aus dem Grunde, damit es ihm nicht leicht sei, sich von ihr scheiden zu lassen, aber in diesem Falle kann er sich ja von ihr nicht scheiden lassen, denn sobald er sich von ihr scheiden läßt, kommen die Käufer und verlangen von ihm die Morgengabe!? –
י אלא טובת הנאה מילי נינהו ומילי לא משתעבדי
10 Vielmehr, der Dank besteht nur in Worten, und auf Worte kann [der Verletzte] keinen Anspruch erheben. –
יא אלמה לא מילי דמזדבני בדינרי נינהו אלא משום דשמואל דאמר שמואל המוכר שטר חוב לחבירו וחזר ומחלו מחול ואפי' יורש מוחל
11 Wieso denn nicht, es sind ja Worte, die um Denare verkauft werden können!? – Vielmehr, wegen der Lehre Šemuéls, denn Šemuél sagte, wenn jemand seinem Nächsten einen Schuldschein verkauft hat und darauf [auf die Schuld] verzichtet, sei der Verzicht gültig, und selbst der Erbe könne verzichten. –
יב אמרי זבוני זבין ותתן ליה ואי מחלה ליה לגבי בעל תמחלה
12 Ich will dir sagen, soll sie sie doch zunächst verkaufen und zahlen, und wenn sie später darauf zugunsten des Ehemannes verzichten will, mag sie es tun!? –
יג אמרי כל לגבי בעל ודאי מחלה ליה ואפסדיניה לההוא זבינא בידים לא אפסדינהו
13 Ich will dir sagen, zugunsten des Ehemannes verzichtet sie entschieden, und [dem Käufer] einen Schaden mit Händen zufügen, darf man nicht.
יד וכי תימא זבינא ניהליה לההוא דחבלה ביה בטובת הנאה
14 Wolltest du einwenden: sie verkaufe sie dem Verletzten um einen Dank, der,